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Christian Correctness

 

Hast Du schon mal etwas von „christian correctness“ gehört? Nein?

Dann stell Dir für einen Moment folgendes Szenario vor: Es ist die Zeit der Herbsttage, abends, die Menschen strömen zu St. Florian. Der Lobpreis ist voll im Gange und Du befindest dich mitten drin in der anbetenden Crowd. Erhobene Hände, geschlossene Augen. Wo Du auch hinblickst, überall glückliche Gesichter, ein „Holy Spirit Moment“ eben.

Plötzlich wird das selige Treiben unterbrochen: Seltsame Geräusche mischen sich unter die Musik. Du vernimmst ein Quietschen, ein Hämmern, wie Du es normalerweise von Baustellen gewohnt bist. Das Echo hallt durch die Kirche.

Es wird aber noch bunter: von oben dringt auf einmal Licht in die Kirche, alle blicken blinzelnd in die Sonne hoch. Durch die auf einmal entstandene Luke wird etwas oder jemand mit Hilfe von Seilen herunter manövriert, direkt auf die lobpreisende Menge zu. Du identifizierst einen kranken Mann, der kraftlos auf einer Bare liegt. Ein empörtes Raunen geht durch die Menge. Du entnimmst Wortfetzen wie „Was erlauben sich die eigentlich?  Die können doch nicht einfach durch das Dach in die Kirche eindringen! Wie unpassend! Merken sie nicht, dass wir gerade im Lobpreis sind?! Sie stoppen das Wirken des Hl. Geistes! Gebete um Heilung stehen jetzt nicht am Programm, das ist für später eingeplant!“

Diese Story hat sich original vor 2000 Jahren ereignet und man kann sie in der Bibel im Markusevangelium nachlesen.

Wie oft sind wir selber in diesem System von „christian correctness“ drinnen ohne es vielleicht zu merken? Jesus war nicht „christian correct“. Er störte den Status Quo und durchkreuzte die Ordnung. Er sah den Glauben dieser mutigen Männer und heilte den Gelähmten.

Genau das war die Message von Andreas Bopphart an uns. Er ermutigte uns, „die Dächer abzudecken“: für unsere Freunde, unsere Familien, unsere Umgebung. Ist Dir bewusst, dass der Herr Dinge bewegt, wenn Er deinen Glauben sieht?

Legen wir unsere „christian correctness“ ab und trauen wir uns ein bisschen mehr christliche „incorrectness“ zu, auf dass der Herr unser Zuhause, unsere Stadt, unser Land erwecken kann.

 

„Erweckung“ steht heute bei den Herbsttagen auf dem Programm wenn wir auf die Straßen Wiens gehen und Menschen von der Guten Nachricht erzählen und im Anschluss im Herzen unserer Stadt, im Stephansdom, unserem Gott die Ehre geben. Ab 21:00h gibt’s einen gemütlichen Ausklang im Innenhof der Operngasse. Mit Musik und Bier.

 

Eure Elli

 

 

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